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Genfer Verhandlungen: Durchbruch in Atomstreit mit Iran

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Genfer Verhandlungen: Durchbruch in Atomstreit mit Iran

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Die Erleichterung ist allen Beteiligten anzumerken. Es ist geschafft. Nach dem Genfer Verhandlungsmarathon ist im jahrelangen Atomstreit mit dem Iran in den frühen Morgenstunden ein Durchbruch gelungen. Der Iran und die Außenminister der UN-Vetomächte sowie Deutschlands einigten sich darauf, dass Teheran in den nächsten sechs Monaten Teile seines Atomprogramms einfriert. Dafür sollen die internationalen Sanktionen gegen den Iran teilweise gelockert werden. Verhandlungsführerin und EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton erklärte am frühen Morgen: “Nach intensiven Verhandlungen haben wir uns heute auf einen gemeinsamen Handlungsplan geeinigt,der uns einer nachhaltigen, langfristigen Lösung näher bringt.”
Ausgehandelt wurde unter anderem, dass der Iran die Anreicherung von Uran bei fünf Prozent deckelt. Genau das hatte der Iran immer abgelehnt, sieht aber sein Recht auf Urananreicherung trotzdem gewahrt.So erklärte Irans Außenminister Mohammad Daschawad Sarif: “Es ist wichtig, dass wir alle die Gelegenheit wahrnehmen eine unnötige Krise zu beenden und neue Perspektiven zu eröffnen, und zwar basierend auf dem Respekt für die Rechte des iranischen Volkes und der Ausräumung jeglicher Zweifel am friedlichen Charakter des iranischen Atomprogramms.”
Die Übergangsvereinbarung soll für sechs Monate gelten. In dieser Zeit soll eine umfassende Dauerlösung ausgehandelt werden.
Euronews-Korrespondentin Fariba Mavaddat: “Auch wenn dies vielleicht nur eine Übergangslösung oder ein Rahmen für spätere, umfassendere Abkommen ist, ist dies doch ein historischers Ereignis und ein Durchbruch in einer jahrelangen Atomkrise. Ohne Zweifel wird das viele Möglichkeiten für beide Seiten eröffnen.”