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Ukrainer verlangen bei Massendemo mehr Nähe zur EU

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Ukrainer verlangen bei Massendemo mehr Nähe zur EU

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Zehntausende Ukrainer haben in Kiew für eine Weiterführung der Annäherungspolitik an die Europäische Union demonstriert. Währed einer Massenversammlung im Zentrum der Hauptstadt forderten sie Präsident Viktor Janukowitsch auf, die in der vergangenen Woche ausgesetzte Zusammenarbeit mit der EU wiederaufzunehmen.

“Heute geht es nicht um Politik oder bestimmte politische Parteien”, sagt eine Demonstrantin. “Es geht um unsere Werte. Hier wehen nicht nur die Fahnen politischer Gruppen sondern die Nationalflagge der Ukraine und die Flagge der Europäischen Union.”

Als einige Demonstranten versuchten, vom Europaplatz zum Sitz der Regierung vorzudringen, kam es zu Rangeleien mit den Sicherheitskräften. Die Teilnehmer der sonst weitgehend friedlichen Demonstration verlangen von Präsident Janukowitsch, ein Assoziierungsabkommen mit der EU wie ursprünglich geplant am kommenden Freitag zu unterzeichnen.

Dies forderte auch die Tochter der inhaftierten ehemaligen Ministerpräsidentin Julia Timoschenko. “Dies ist der Beginn einer Revolution, die uns nach Europa führen wird”, so Jewgenija Timoschenko. “Uns bleiben nur noch fünf Tage. Wenn die Menschen hierbleiben und gemeinsam mit den Politikern kämpfen, dann werden wir die Regierung dazu bringen, das Abkommen zu unterzeichnen.”

Der Eurnonews-Reporter Sergio Cantone erlebte den Massenprotest in der ukrainischen Hauptstadt mit. “Dies ist das erste Mal seit der Orangenen Revolution vor neun Jahren, dass sich so viele Menschen in Kiew versammelt haben”, so Cantone. “Mit einer solchen Reaktion der Ukrainer haben Regierungschef Asarow und Präsident Janukowitsch nicht gerechnet.”