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Brüssel will Steuer-Schlupflöcher für Unternehmen schließen

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Brüssel will Steuer-Schlupflöcher für Unternehmen schließen

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International tätige Unternehmen sollen nach dem Willen der EU-Kommission künftig weniger Steuer-Schlupflöcher nutzen. Mit schärferen Regeln soll verhindert werden, dass beispielsweise Tochtergesellschaften steuerfrei bleiben. Das ist möglich, wenn Mutter und Tochter in unterschiedlichen EU-Staaten ihren Sitz haben. Unternehmen sollten die unterschiedlichen Steuergesetze nicht mehr nutzen können, indem sie ihre Profite steuerfrei aus einem Mitgliedsstaat in einen anderen oder in einen Drittstaat überwiesen, erläuterte der Steuer-Kommissar Algirdas Semeta. Die niedrige Körperschaftssteuer, wie sie in Irland gilt, oder nationale Steueranreize nahm die Kommission jedoch nicht ins Visier. Facebook beispielsweise hat seinen Europasitz in Dublin. Die Pläne der Kommission können erst in Kraft treten, wenn ihnen die Mitgliedsstaaten zustimmen.