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Mali: Niedrige Beteiligung bei Parlamentswahl

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Mali: Niedrige Beteiligung bei Parlamentswahl

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Die Parlamentswahlen in Mali sind bis auf einige Zwischenfälle ruhig verlaufen. Die Beteiligung war sehr niedrig.
Im Norden des Landes versuchten einige Tuareg, die Wahlen zu boykottieren. In Timbuktu wurden Autos beschädigt. Die Tuareg streben eine größere Autonomie von Mali an.
Vorsorglich wurde das Sicherheitspersonal in Gao, Kidal und Timbuktu aufgestockt. Der Gouverneur von Timbuktu Mamadou Mangara sagte hingegen, die Lage im Land habe sich seiner Meinung nach beruhigt. Nach der Präsidentschaftswahl sei die Parlamentswahl gut organisiert worden. Es sei an der Zeit, allen zu gratulieren, die involviert waren.

Anfang September wurde Ibrahim Boubacar Keita als neuer Präsident vereidigt.

Die Europäische und die Afrikanische Union entsandten Wahlbeobachter, um eine faire und freie Wahl zu garantieren. Louis Michel leitet den Einsatz. “Nicht viele der Beobachter hätten voraussagen können, dass Mali so schnell zur Normalität zurückfindet,” erklärt Michel. “Auf politischer, wirtschatlicher und sozialer Ebene muss zwar noch einiges passieren, aber das ist unvermeidlich.”

Mit den ersten Ergebnissen wird an diesem Montag gerechnet. Ein Endergebnis soll spätestens in fünf Tagen vorliegen. Für den 15. Dezember ist eine zweite Wahlrunde geplant.