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"Eingeborenen-Spiele" in Brasilien: Vorgeschmack auf WM 2014

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"Eingeborenen-Spiele" in Brasilien: Vorgeschmack auf WM 2014

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Auch die brasilianischen Ureinwohner spielen sich so langsam warm im Vorfeld der Fußball-WM 2014.

Einen Vorgeschmack lieferten die sogenannten “Eingeborenen-Spiele” im WM-Austragungsort Cuiaba.

An dem neuntägigen Event beteiligten sich 1.600 Indio-Sportler aus 46 Eingeborenen-Gemeinden. Wobei der Spaß am Spiel meistens den sportlichen Ehrgeiz verdrängte,so eine der teilnehmenden Spielerinnen:

“Wir Ureinwohner spielen Fußball schon von klein auf. Er ist ein Teil unserer Kultur. Wir mögen Fußball und möchten dafür auch international anerkannt werden.”

Die Eingeborenen-Spiele werden in Brasilien seit 1996 ausgetragen und von Beginn an war der Kampf um das runde Leder mit von der Partie, erklärte Jair, Trainer der Kuikuro-Auswahl im Staat Mato Grosso:

“Mein Vater und seine Brüder haben schon Fußball gespielt – aber ohne Abseits oder Freistöße. Foulspiel gab es auch nicht und schon gar keine Schiedsrichter. Heute wissen wir aber Bescheid über die Regeln.”

Diese wurden allerdings leicht modifiziert gegenüber dem strengen Reglement des Weltfußballverbandes FIFA. Und das durchaus zuschauerfreundlich: So dauerte jede Partie nur kurzweilige 40 Minuten und im Anschluss an ein Unentschieden folgte direkt ein Elfmeterschießen. Eine ureigene Regelauslegung eben.