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Protest in der Ukraine entlädt sich in Gewalt - Timoschenko tritt in Hungerstreik

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Protest in der Ukraine entlädt sich in Gewalt - Timoschenko tritt in Hungerstreik

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Demonstranten und Polizisten haben sich in Kiew gestern Abend heftige Auseinandersetzungen geliefert, die Anti-Regierungsproteste haben eine gewalttätige Note bekommen. Demonstranten zerstörten Kleinbusse, in denen sie Geheimdienstmitarbeiter vermuteten.

Seitdem die Regierung am Donnerstag entschied, ein Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union platzen zu lassen, das nächste Woche hätte unterzeichnet werden sollen, kommt es in der Ukraine zu Protesten. Staatspräsident Viktor Janukowitsch richtete sich in einer Fernsehansprache an seine Landsleute. “Keiner wird unseren Traum einer Ukraine mit Chancengleichheit für alle, einer europäischen Ukraine, zerstören. Und keiner wird uns vom rechten Weg abbringen, der uns zur Erfüllung dieses Traums führt”, sagte er.

Oppositionspolitiker forderten die Demonstranten auf, ihre Proteste fortzusetzen. Serhiy Vlasenko, Anwalt der inhaftierten, ehemaligen Ministerpräsidentin Julia Timoschenko, verlas eine Erklärung seiner Mandantin: “Als Zeichen der Einheit und der Solidarität mit allen Menschen, die auf den Straßen der Ukraine und weltweit weiterkämpfen, trete ich in einen unbefristeten Hungerstreik, verbunden mit der an Janukowitsch gerichteten Forderung, das Assoziierungsabkommen mit der EU zu unterschreiben”, so Vlasenko.

Timoschenkos Tochter hatte an die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel appelliert, auf eine Ausreise ihrer erkrankten Mutter zur Behandlung in Deutschland zu drängen. Sie befinde sich in Todesgefahr.

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