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Sparkurs zwingt Portugiesen in die Knie

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Sparkurs zwingt Portugiesen in die Knie

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Die portugiesische Regierung hat – getrieben vom Sparzwang – ihren Haushalt für das kommende Jahr beschlossen. Für zahlreiche Menschen ist die Entscheidung schlicht inakzeptabel. Aus Protest besetzten Demonstranten in Lissabon vier Ministerien, Tausende gingen auf die Straße. Die Not ist mittlerweile überall.

“Ich stehe kurz vor der Rente”, sagt eine Frau. “Ich glaube, dass ich nach 40 Jahren Arbeit nicht genug haben werde, um über die Runden zu kommen. Das ist ein Leben am Abgrund.”

Die Zuwendungen für Pensionäre und Beamte werden bis zu zwölf Prozent heruntergeschraubt, Staatsbedienstete müssen länger arbeiten. Oppositionelle sprechen von der “Zerstörung des Sozialstaats”.

“Sie treiben die Menschen in die Hoffnungslosigkeit, in den Selbstmord und in den Hunger. So kann es nicht weitergehen. Das ist nicht das, was die Leute wollen”, meint eine Demonstrantin.

Die konservative Regierung plant, mit dem neuen Haushalt im nächsten Jahr fast vier Milliarden Euro einzusparen und somit das Defizit auf vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu drücken. So fordern es EU-Kommission, Europäische Zentralbank und Internationaler Währungsfonds.