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Naturgeschichten im Madrider Prado

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Naturgeschichten im Madrider Prado

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Der Madrider Kunsttempel El Prado zeigt sich von einer unbekannten Seite. In der Ausstellung “Historias Naturales” trifft Natur auf Kunst. Eine ganz besondere Mischung: Meisterwerke der spanischen Malerei, dazu passend Ausgestopftes und Eingelegtes aus dem Kuriositätenkabinett.

Der Spanier Miguel Ángel Blanco hat die Schau zusammengestellt, um an die ursprüngliche Bestimmung des Gebäudes vor knapp 200 Jahren zu erinnern.Eigentlich war es der Naturkunde gewidmet. .

Der Künstler stöberte in der Sammlung des Nationalmuseums für Naturwissenschaften und förderte Schätze zutage, insgesamt rund 150 Exponate, Seite an Seite mit Werken von Goya, Rubens oder Velazquez.

“In der Kunstgeschichte gilt Velazquez als ‘rara avis’, ein seltener Vogel. Deswegen habe ich eine seltene Vogelart ausgewählt, den Albino Sperling aus dem Cuenca Gebirge, der direkt aus dem Bild aufzusteigen scheint”, so Blanco.

Die Symbolkraft der Tierwelt ist allgenwärtig. Zum Beispiel Venus, die Göttin der Liebe und der ihr zugeordnete Delfin, der in der Antike als Symbol für Liebe und Philanthropie galt. Oder aber die schöne Europa, die der Zeus-Stier auf seinem Rücken entführte.

Die “Naturgeschichten” des Prado kann man bis Ende April in Madrid besuchen.