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Saures für Süßes: Ukrainischer Präsident wirft der EU herablassende Methoden vor

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Saures für Süßes: Ukrainischer Präsident wirft der EU herablassende Methoden vor

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Die Ukraine bleibt gespalten. Während Präsident und Ministerpräsident die Entscheidung verteidigten, ein Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union abzulehnen, forderten Tausende Demonstranten in Kiew genau das, nämlich eine Annäherung an den Westen.

In einem Interview warf Viktor Janukowitsch der EU vor, sein Land für dumm verkauft zu haben. “Ich möchte nicht unhöflich sein, aber sie sollten uns nicht auf diese Weise vorführen. Wir sind keine kleinen Kinder, die sich mit Süßigkeiten locken lassen”, so Janukowitsch. Die Ukraine sei für eine enge Partnerschaft mit Europa noch nicht bereit, fügte er hinzu.

Loreta Graužinienė, Präsidentin des Parlaments Litauens, also jenes Landes, das derzeit dem EU-Rat vorsitzt, rief den Demonstranten in Kiew zu: “Ich bin mir sicher, dass die Ukraine europäisch wird. Auch wenn der Weg steinig ist, müsst Ihr ihn mit Stolz gehen. Ich glaube an die Ukrainer. Ich weiß, dass Ihr Euer Land liebt und dass Ihr zum Wohle Eurer Kinder und Enkel alles tun werdet, damit die Ukraine ein Teil Europas wird.”

Russland sieht das offensichtlich anders. Und dennoch: Der Vorwurf der Einflussnahme sei “unangemessen”, ließ Präsident Wladimir Putin verlauten. Die Außenminister Deutschlands und Polens betonten, das Angebot der EU an die Ukraine liege nach wie vor auf dem Tisch.

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