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Timoschenko ruft Demonstranten zum Zusammenschluss auf

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Timoschenko ruft Demonstranten zum Zusammenschluss auf

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Die inhaftierte ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko hat die Demonstranten in Kiew aufgerufen, sich zusammenzuschließen.

Es ist der sechste Tag der regierungskritischen Proteste in der Ukraine. In der Nacht zum Mittwoch versammelten sich wieder Tausende auf dem Maidanplatz, um friedlich zu demonstrieren.

Der ukrainische Staatspräsident Viktor Janukowitsch will trotz anhaltender Proteste seinen Europakurs nicht ändern:

“Ich muss alle Ukrainer loben, die die europäische Integration unterstützen. Es gibt hier aber Menschen, die protestieren, um ihre politischen Probleme zu lösen. Sie kamen mit Flaggen und Parolen, um für die Präsidentschaftswahl im Jahr 2015 Stimmung zu machen.”

Die Ukraine sei wirtschaftlich noch nicht reif für ein Handelsabkommen mit der Europäischen Union, fügte der Präsident hinzu.

Auf dem Maidanplatz in Kiew schlossen sich inzwischen auch unzählige Studenten den Demonstranten an.

“Man darf die ukrainische Jugend nicht unterschätzen”, sagte eine junge Frau. “Sie hat große Reserven an Energie und Enthusiasmus.”

Trotz der Massenproteste befürworten einer Umfrage zufolge nur 41 Prozent der Ukrainer ein Partnerschaftsabkommen mit der EU.

“Zusammen bis ans Ende”, riefen die Demonstranten auf dem Maidanplatz. Sie wollen bleiben, bis das Assoziierungsabkommen unterschrieben wird. Die Oppositionspolitiker Julia Timoschenko will zudem ihren Hungerstreik zumindest bis zum EU-Gipfel in Vilnius am 29. November fortsetzen. Das Datum ist für viele Ukrainer die letzte Hoffnung, eine Unterschrift des Assoziierungsabkommens doch noch zu erreichen.

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