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Bitcoins - virtuelles Gold? Oder nur virtuell?

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Bitcoins - virtuelles Gold? Oder nur virtuell?

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Die virtuelle Währung Bitcoin ist jetzt fast so viel wert wie eine Unze Gold – ein neuer Rekord. Die Münzen sind nur für Leute, etwas zum Anfassen brauchen. Eigentlich existiert dieses Geld nur im Internet – wenn keiner mehr Vertrauen hat, ist das Spiel aus.

An einem Handelsplatz, der Börse Mt. Gox in Tokio, stieg der Bitcoin-Kurs jetzt zum ersten Mal über die Marke von 1.000 US-Dollar und lag zeitweise sogar bei 1.073 Dollar. Die Unze Gold ist zur Zeit für rund 1.245 Dollar zu haben.

Bitcoin entstand vor vier Jahren, nichts ist offiziell, auch kein Wechselkurs.

Die Anlage-Strategen in Dollar, Euro oder Yen sind an abstrakte Werte gewöhnt.

Mike Ingram, Marktstratege, Boston Consulting:

“Die Bitcoins müssen sicher noch sehr viel stabiler werden, bevor sie eine breite Akzeptanz erreichen. Das würde natürlich tendenziell den Preis eines Bitcoin nach oben treiben – eine Frage wie nach Henne und Ei.”

So mancher Risikokapitalgeber, Computerentwickler und Händler hält das Zahlungsmittel für eine Zukunftsalternative zu traditionellen Devisen.

Was man dafür kaufen kann? An realen Gütern bisher vereinzelt Pizzen und Alpaca-Socken – auch der eine oder andere Szene-Laden akzeptiert sie. Neben Online-Striptease oder -Musik sollen aber auch schon richtige Autos und Häuser gegen Bitcoins den Besitzer gewechselt haben – alles eine Frage des Vertrauens.