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Deutscher Arbeitsmarkt: Weniger ist mehr

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Deutscher Arbeitsmarkt: Weniger ist mehr

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Die Konjunktur schiebt den den deutschen Arbeitsmarkt im Moment nicht spürbar an. Die Arbeitslosenquote bewegt sich nicht – 6,5 Prozent, wie im vergangenen Oktober und wie vor einem Jahr, so die Bundesagentur für Arbeit (BA).

Um jahreszeitliche Einflüsse bereinigt, stieg die Arbeitslosenzahl von Oktober auf November um 10.000 auf 2,985 Millionen. Dabei legte die Erwerbslosenzahl vor allem im Westen zu.

Im Vergleich zum Oktober 2012 waren aber auch eine Viertelmillion mehr Menschen erwerbstätig, 42,29 Millionen.

Wie das geht? Weniger Leute in Fördermaßnahmen.

2014 soll der Arbeitsmarkt wieder in Schwung kommen.

Frank-Jürgen Weise, Vorstandsvorsitzender Bundesagentur für Arbeit:

“Saisonbereinigt errechnet sich ein leichter Anstieg von 10.000. Hauptgrund für diesen Anstieg ist, dass weniger Menschen, speziell in der Grundsicherung, in Förderungsmaßnahmen sind. Es ist völlig klar, dass das Risiko besteht, das es für Menschen schwer wird, 8,50 Euro verdienen zu können, wenn sie nicht die Produktivität bringen, aus ihrer Ausbildung heraus, aus ihrer beruflichen Erfahrung.”

Ein gesetzlicher Mindestlohn in dieser Höhe, von der künftigen Koalition in Berlin ausgehandelt, könnte bis zu 500.000 Jobs kosten, fürchten Experten, etwa vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin.

Der Beschäftigungszuwachs der vergangenen Jahre habe nicht automatisch zu mehr Wohlstand geführt, so ein aktueller Sozialbericht von Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlern namhafter Institute. Vor allem atypische Beschäftigungsverhältnisse wie Leiharbeit, befristete Stellen und Minijobs hätten zugenommen.

su mit dpa