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Fachzeitschrift erklärt Séralini-Studie für null und nichtig

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Fachzeitschrift erklärt Séralini-Studie für null und nichtig

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Vor rund einem Jahr verursachte die Studie des französischen Wissenschaftlers Gilles-Eric Séralini erheblichen Wirbel: Der Verzehr von gentechnisch verändertem Mais durch Ratten habe zu Krebserkrankungen und Tod geführt. Experten meldeten Zweifel an, auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit kritisierte die Methodik der Untersuchung. Die Leitung der Fachzeitschrift, in der die Studie veröffentlicht worden war, erklärte den Bericht nun für null und nichtig. “Redaktionsleiter ist inzwischen ein früherer Angestellter des Biotechnologie Konzerns Monsanto” erläutert die französische Europaabgeordnete Corinne Lepage. “Studien, die auf Langzeit-Beobachtungen der Auswirkungen von gentechnisch veränderten Pflanzen beruhen, sind somit nicht mehr möglich.” Entsprechenden Studien liegen in Europa in der Regel dreimonatige Tests der Hersteller zugrunde, danach beantragen diese die Zulassung. Séralini reagierte empört auf die Entscheidung der Fachzeitschrift und kritisierte auch die europäischen Institutionen: “Die Zeitschrift kompromittiert sich mit Monsanto, Monsanto betrügt und macht Fehler bei der Zulassung seiner Erzeugnisse. Ich klage die EU-Kommission dessen an, dass sie nur diese Daten zulässt.” Inzwischen hat die Kommission eine weitere genveränderte Maissorte zugelassen. Eine endgültige Entscheidung soll zu Beginn des nächsten Jahres fallen.