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Islamisten, fürchtet die NSA!

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Islamisten, fürchtet die NSA!

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Mache deinen Gegner bei seinen Anhängern unglaubwürdig.
Das ist eine alte Geheimdienstregel. In der Bundesrepublik Deutschland erinnert man sich bei diesem Thema sofort an die Barschel-Affäre. Und damit auch daran, dass bei solch schmutzigen Kampagnen gewöhnlich Geheimdienste mit im Spiel sind. Die Online-Plattform “Huffington Post” hat nun eine solche Zielsetzung auch beim in die Schlagzeilen geratenen US-Geheimdienst NSA ausgemacht. Der Kampf gegen den Terrorismus, erklärtes Ziel amerikanischer Geheimdienste, werde auch mit diesem altbekannten Mittel geführt. Es gehe um “ verwundbare Punkte” bei islamistischen Predigern. Dabei soll die NSA konkret sechs Prediger im Visier haben, die als “US-Personen” bezeichnet werden, also wahrscheinlich Bürger der USA sind. Die NSA soll bei der Überwachung der Internet-Aktivitäten dieser sechs Männer deren Interesse für Pornoseiten entdeckt haben. Das ist natürlich nicht mit dem Bild vom guten Gläubigen vereinbar, das solche Leute von sich verbreiten, um Anhänger an sich zu binden. Die “Huffington Post” zitiert aus einem vom Ex-NSA-Mitarbeiter Edward Snowden veröffentlichten Dokument, damit solle “die Hingabe eines Radikalisierers an die Sache des Dschihad in Zweifel gezogen oder der Verlust seiner Autorität herbeigeführt” werden.
Mit ihren “Enthüllungsgeschichten” wolle die NSA Menschen erreichen, “die noch keine extremistischen Ansichten vertreten, aber für extremistische Botschaften empfänglich” seien. Die sechs Prediger, die solcherart neutralisiert werden sollen, pflegen ihre Botschaften über soziale Netzwerke zu verbreiten. Nach NSA-Bewertung sollen sie nicht nur in den USA damit Aufmerksamkeit erregt haben und in Ländern mit großer islamischer Gemeinde, sondern auch in Schweden und Deutschland..