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Vitali Klitschko kritisiert Janukowitsch

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Vitali Klitschko kritisiert Janukowitsch

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Zahlreiche ukrainische Oppositionspolitiker wie der Boxweltmeister Vitali Klitschko sind nach Vilnius gereist, um Druck für einen EU-Kurs ihres Landes zu machen. Klitschko erhob schwere Vorwürfe gegen den ukrainischen
Präsidenten: “Janukowitsch fürchtet sich vor europäischen Standards, denn sie würden ihn dabei stören, das Land weiter auszuplündern”, hieß es in einer Mitteilung des 42-jährigen Profiboxers, der sich als ukrainischer Oppositionspolitiker für einen pro-EU-Kurs seines Landes einsetzt.

Unterdessen haben in der ukrainischen Hauptstadt Kiew erneut mehrere tausend Menschen für einen EU-freundlicheren Kurs ihrer Regierung demonstriert. Seit Tagen gehen die Befürworter des Assoziierungsabkommens auf die Straße und hoffen, so Druck auf die Regierung ausüben zu können.

Ein Mann sagt, die Hoffnung werde in der Ukraine niemals aufgegeben: “Wir fordern die Unterzeichnung des Abkommens. Wir hoffen einfach weiter. Wir gaben die Hoffnung damals nicht auf, als wir gegen die Bolschewisten kämpften, und auch nicht, als die Nazis uns bombardierten. Wir haben immer gehofft.” Und ein anderer meint: “Wir gehören zu Europa. Wir sollten uns nicht auf irgendeine asiatische Zollunion konzentrieren, sondern nur auf Europa.”

Euronews-Korrespondentin Maria Korenjuk sagt: “Die Demonstranten hier glauben noch daran, dass sich eventuell am letzten Tag in Vilnius doch noch etwas tut. Sie wollen bis Freitagnacht trotz Kälte weiterprotestieren.”


Photo Credit: Christopher Luevano


Photo Credit: Ian Kent

Anlässlich des EU-Ost-Gipfels in Vilnius am Freitag wollen die Demonstranten eine 625 Kilometer lange Menschenkette von Kiew bis an die polnische Grenze bilden.

Halten Sie sich gerade in der Ukraine auf? Senden Sie uns Ihre Eindrücke, Fotos oder Videos: witness[at]euronews.com