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Art Market Budapest: Osteuropas Kunst im Fokus

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Art Market Budapest: Osteuropas Kunst im Fokus

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Künstler, Galeristen und Sammler – sie alle kamen in Scharen in die ungarische Hauptstadt. Die Messe Art Market Budapest hatte gerufen. Auf einer Ausstellungsfläche von über 6000 Quadratmetern präsentierten 500 Künstler aus 20 Ländern ihre Werke. Seit einigen Jahren erlebt zeitgenössische Kunst aus Osteuropa im Westen einen regelrechten Boom. Von den Verkäufen in der Heimat hingegen können nur wenige leben.

“Der Kunstmarkt in Rumänien ist ziemlich klein, er entwickelt sich nur langsam”, sagt die Galleristin Adina Zorzini. “Viele rumänische Künstler und Galerien richten sich deshalb nicht primär an Kunden im Inland, sondern an das Publikum weltweit. Dadurch sind die lokalen Trends sehr, sehr international und viele Künstler wirklich auf dem neuesten Stand der zeitgenössischen Kunst.”

Während größere und bekanntere Messen in ihrer Auswahl mitunter eher konservativ bleiben, setzt man in Budapest gerne auf Neues und gibt aufstrebenden Künstlern eine Chance. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf Ausstellern aus Ungarn, Polen, Tschechien und Slowakei.

“Ein Markt für Kunst ist in Polen fast nicht vorhanden”, meint Katarzyna Haber. “Es ist sehr schwer, Leute zu finden, die Interesse haben, Kunst zu vertreiben, weil die Mittelschicht sehr klein ist. Es also eigentlich keine Zielgruppe für unsere Angebote.”

20.000 Besucher in Budapest zeigen aber zweifellos, dass Interesse besteht – und somit auch ein Markt. Vielleicht nicht unbedingt daheim, aber zumindest außerhalb der Landesgrenzen.