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Georgien hofft auf baldigen Beitritt zur EU

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Georgien hofft auf baldigen Beitritt zur EU

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Georgien und die Moldau haben in Vilnius Assoziierungsabkommen mit der EU paraphiert. Über die Annäherung Georgiens an die EU sprachen mit dem Präsidenten des Landes, Giorgi Margwelaschwili.

Euronews:
Herr Präsident, Sie haben dem Assoziierungsabkommen mit der EU zugestimmt und Sie hoffen, dass Georgien bald der EU beitreten wird. Was berechtigt Sie zu dieser Hoffnung?

Giorgi Margwelaschwili:
Georgien ist historisch betrachtet ein Teil Europas, wir werden diesen Weg somit fortsetzen. Ich hoffe, dass wir in naher Zukunft zur europäischen Familie gehören werden, nicht nur kulturell sondern auch politisch.

Euronews:
Wird Russland Druck ausüben, um Sie an der Unterzeichnung des Abkommens zu hindern, wie das mit der Ukraine geschehen ist? Wie wollen Sie diesem Druck widerstehen?

Girorgi Marwelschwili:
Man sollte in der Politik nicht immer in Analogien denken. Natürlich ist es so, dass ein Umfeld, wie es auf Gipfeltreffen entsteht, zu Analogien verleitet. Wir sind der Ansicht, dass die europäische Politik, die für beide Seiten ein Gewinn ist, und ein größeres Europa die Welt sicherer machen. Die gesamte Region wird sicherer, auch für das benachbarte Russland.

Euronews:
Georgien will sowohl der EU und der NATO beitreten, als auch die Beziehungen zu Russland normalisieren. Ist das alles miteinander vereinbar?

Giorgi Marwelaschwili:
Kann mir jemand das Gegenteil beweisen?

Euronews:
Die NATO und Russland?

Giorgi Margwelaschwili:
Georgien ist ein politisch unabhängiges Land. Georgien versucht all seinen Nachbarn, auch der Russischen Föderation klarzumachen, dass ein zivilisiertes, wirtschaftliches starkes, demokratisches, ein europäisches und euro-atlantisches Georgien für niemanden eine Bedrohung ist. Ganz im Gegenteil: Es wird damit zu einem stabileren Nachbarland, was für alle ein Gewinn ist.