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Großdemonstrationen für und gegen Janukowitsch und/oder EU

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Großdemonstrationen für und gegen Janukowitsch und/oder EU

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Während in Vilnius über die künftigen Beziehungen zwischen Kiew und Brüssel diskutiert wird, gehen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew Anhänger und Gegner von Staatspräsident Janukowitsch auf die Straße. Um das Protestcamp auf dem Unabhängigkeitsplatz scharen sich die Janukowitsch-Gegner. Sie hatten das Camp in der vergangenen Woche eingerichtet, nachdem Staatspräsident Janukowitsch angekündigt hatte, das Assoziierungsabkommen mit der EU nicht zu unterzeichnen.

“Wir bleiben bis wir gewonnen haben”, meint eine ältere Frau. “Wir sind schon lange an Russlands Seite, aber wir erreichen nichts. Die halten uns für einen kleinen Bruder, aber wir sind ein unabhängiges Land und wollen besser leben”, meint ein Jugendlicher.

Mehrere tausend Anhänger der regierenden “Partei der Regionen” versammelten sich einige hundert Meter entfernt auf dem Europaplatz. “Wir sind nicht gegen die Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens mit der EU, aber nicht um jeden Preis. Der richtige Moment ist noch nicht gekommen. Es gibt für alles einen richtigen Zeitpunkt”, meint ein Janukowitsch-Anhänger und Smitry Sidorow aus Lugansk findet: “Wir sind zu der Kundgebung gekommen, weil es uns um die Zukunft unseres Landes geht. Wir glauben, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine Integration in Europa nicht erforderlich ist, deshalb kommen wir hierher, um unseren Präsidenten zu unterstützen”.

Viele Anhänger des Präsidenten befürchten von einer Annäherung an die EU wirtschaftliche Nachteile. Die von der EU geforderten Reformen, glauben sie, werden Arbeitsplätze kosten.