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Niederlande: Dijsselbloem-Land heruntergestuft

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Niederlande: Dijsselbloem-Land heruntergestuft

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Die US-Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P’s) hat den Niederlanden die Spitzenbonitäts-Note “AAA”.entzogen – ausgerechnet dem Heimatland von Euro-Gruppenchef Jeroen Dijsselbloem.

In seiner Rolle als Finanzminister sagte er, er sei enttäuscht. Der Schritt werde aber nur geringe Folgen für die Refinanzierung des Staates haben.

Bie Begründung von S&P’s: Die schwachen Aussichten für das Wirtschaftswachstum des Landes.

Als Folge gibt es nur noch drei Länder in der Euro-Zone mit makelloser Bonitätsbewertung durch alle drei großen Ratingagenturen: Deutschland, Luxemburg und Finnland.

Die Niederlande finden sich bei Standard & Poor’s mit Österreich in der zweiten Liga wieder “AA+”, Frankreich und Belgien müssen sich mit “AA” begnügen.

Dagegen fanden die Kreditbewerter Gefallen an den harten Reformen in Spanien und änderten ihren Ausblick von “negativ” auf “stabil”. Auch das ebenfalls mit internationalen Milliardenhilfen stabilisierte Zypern stufte S&P’s besser ein. Seine Finanzlage gilt nur noch als notorisch wechselhaft, aber nicht mehr als spekulativ.

Dijsselbloem war Anfang des Jahres an die Spitze der Euro-Finanzminister gerückt, auch wegen der bisher mustergültigen Bonität seines Landes. So hatte die deutsche Bundesregierung darauf gedrungen, dass ein AAA-Land den Vorsitz übernimmt.

Um das EU-Defizitziel von drei Prozent des BIP zu erreichen, mussten die Niederlande nun selbst bei den Staatsausgaben sparen – mit negativen Folgen für die Wachstumsaussichten.

su mit Reuters, dpa