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Portugal: Postler gegen Privatisierung

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Portugal: Postler gegen Privatisierung

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Im Euro-Krisenland Portugal hat die Privatisierung der Post (CTT) begonnen – begleitet von Rempeleien zwischen streikenden Postangestellten und der Polizei während einer Protestaktion. Einige Streikposten hatten versucht, Post-Laster am Verlassen eines großen Distributionszentrums in Lissabon zu hindern. Was im Parlament eine Dringlichkeitsdebatte auf Antrag der Kommunistischen Partei nach sich zog.

Portugal will 105 Millionen Anteilscheine platzieren und sich so von 70 Prozent des Kapitals trennen, 30 Prozent behält der Staat. Bis zu 5 Prozent sollen an die Belegschaft gehen. Die Privatisierung könnte bis zu 580 Millionen Euro in die Staatskassen spülen.

(Mit dem Privatisierungsprogramm will Portugal die Auflagen der Geldgeber erfüllen, die das Land 2011 mit einem 78 Milliarden schweren Hilfspaket vor dem Bankrott retteten. Bisher trennte man sich von Anteilen am Stromriesen EDP, am Energieversorger REN und an der Flughafenverwaltungsbehörde ANA, rund 6,5 Milliarden Euro flossen in die Staatskassen. Das Mindestziel von 5,5 Milliarden Euro ist längst übertroffen. Zur Privatisierung stehen unter anderem auch noch die Airline TAP, Teile der Wasserbetriebe Aguas de Portugal und Schiffswerften im Norden des Landes an.)

su mit dpa