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Thailands Armee verteidigt Stabsquartier nicht gegen Demonstranten

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Thailands Armee verteidigt Stabsquartier nicht gegen Demonstranten

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In der thailändischen Hauptstadt Bangkok haben Regierungsgegner am Freitag das Stabsquartier der Armee besetzt. Etwa 1500 Demonstranten drangen ungehindert in das Gelände der königlichen Streitkräfte ein. Die Armee hatte auf die Sicherung der Eingangstore vrzichtet.

Wegen der anhaltenden Proteste waren die operativen Einrichtungen der Armeeführung vor drei Tagen in einen Vorort im Norden Bangkoks verlegt worden.

Die Regierungsgegner überreichten dem Generalsekretär der Streitkräfte ein Schreiben, in dem sie die Armee um Unterstützung ihrer Sache baten. Nachdem sie von der Armeeführung freundlich aufgefordert worden waren, das Gelände zu verlassen, zogen sie sich zurück.

Die Oppositionsbewegung gegen Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra wird von königstreuen Kräften getragen, die dem Establishment in Bangkok nahestehen. Die Regierungspartei stützt sich vor allem auf die ärmere Bevölkerung auf dem Land. Rund 1000 Demonstranten zogen vor die Zentrale der Regierungspartei und forderten in Sprechchören den Rücktritt von Shinawatra.