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Vilnius: Die europäische Tür steht der Ukraine weiter offen

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Vilnius: Die europäische Tür steht der Ukraine weiter offen

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Im litauischen Vilnius geht heute der Gipfel zur Östlichen Partnerschaft der Europäischen Union zu Ende. Dabei konnten die Assoziierungsabkommen mit den früheren Sowjetrepubliken Georgien und Moldawien auf den Weg gebracht werden.

Bis zuletzt hatten die europäischen Regierungschefs auch auf einen Sinneswandel des ukrainischen Präsidenten Janukovitch gehofft. Dieser erteilte der EU jedoch vorerst eine Absage. Im Vorfeld war von massiven Drohungen des russischen Präsident Putin berichtet worden, mit denen dieser die Unterschrift der Ukraine unter das Abkommen verhindern wollte.

Mag es auch heute nicht zu einer Unterzeichnung der Ukraine gekommen sein, betont die EU-Kommisarin Catherine Ashton jedoch weiterhin Bereitschaft zu neuen Verhandlungen. Wie sie sagt, wolle die Europäische Union eine starke Beziehung mit der Ukraine. Hierbei stünden vor allem die ökonomische Vorteile im Vordergrund, die sowohl den Menschen in der Ukraine sowie der gesamten EU zugutekommen würden. Für sie sei es wichtig zu betonen, dass auch nach der heutigen Entscheidung der Ukraine die Tür der Europäischen Union weiter offen stehe.

Kritische Äußerungen kamen dagegen von der litauischen Präsidentin Dalia Grybauskaite:

“Ich denke die Menschen in der Ukraine sind enttäuscht, allerdings nicht wegen Europa. Meiner Meinung nach hat die ukrainische Regierung heute einen Weg gewählt, der nirgendwo hin führt.”

Zahlreiche Menschen waren aus der Ukraine nach Vilnius angereist. Sie demonstrierten für die Unterzeichnung und damit für eine prowestliche Politik ihres Landes. Bereits seit Tagen wurde auf dem Platz der Unabhängigkeit in Kiew, um für eine Öffnung der Ukraine zum Westen hin zu demonstrieren.

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