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Demonstranten hoffen auf politischen Wandel

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Demonstranten hoffen auf politischen Wandel

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Die meisten Teilnehmer an den Demonstrationen in Kiew setzen sich friedlich für den Rücktritt von Präsident Viktor Janukowitsch und für einen EU-Kurs ihres Landes ein, nachdem der Präsident ein Assoziierungsabkommen mit der EU abgelehnt hatte. Nach Angaben des Oppositionsführers Arseni Jazenjuk geht es um klare Ziele:

“Die Demokratie wieder einzuführen ist nicht der Plan der Opposition, sondern der Plan des ukrainischen Volkes. Die Leute wollen Gerechtigkeit. Als ersten Schritt fordern wir, dass die Regierung zurücktritt. Und wir verlangen vorgezogene Neuwahlen.”

Unterstützung erhalten die Oppositionsparteien von über 100.000 Menschen. Sie hoffen auf eine bessere Zukunft – für sich selbst, oder für ihre Kinder:

“Er ist mein Sohn. Heute kämpfen wir für seine Zukunft. Und er nimmt an den wichtigsten Ereignissen der ukrainischen Geschichte teil.”

“Ich habe an der Orangen Revolution teilgenommen. Wie viele andere war ich enttäuscht von der Revolution, 9 Jahre lang habe ich mich nicht für Politik interessiert. Aber letzte Woche habe ich an den Kundgebungen teilgenommen. Und nach der gewaltsamen Auflösung der Demonstrationen habe ich verstanden, dass ich mich engagieren muss, denn die Lage könnte sich verschlimmern.”

Präsident Janukowitsch versprach unterdessen, alles für eine schnelle Annäherung an die EU zu tun. Es gehe aber darum, wirtschaftliche Verluste zu vermeiden. Viele seiner Landsleute scheint er damit nicht zu überzeugen.