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Cameron in China: Viel Business, kein Tibet

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Cameron in China: Viel Business, kein Tibet

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In Peking hat sich der britische Premierminister David Cameron für ein EU-Freihandelsabkommen mit China stark gemacht. Brüssel reagiert verärgert. “Wir halten es für verfrüht, mit China über ein Freihandelsabkommen zu diskutieren”, so ein Sprecher der Behörde. Zunächst müsse das
geplante Investitionsschutzabkommen verhandelt werden. Die Kommission
vertritt die Mitgliedstaaten bei internationalen Handelsgesprächen.

David Cameron, britische Premierminister:

“Ich glaube, jetzt ist die Zeit gekommen für ein eigenes Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und China. Die von uns angeschobenen Freihandelsabkommen waren ein großer Erfolg, win-win-Situationen, wie Sie sagen würden, und wir glauben, es gibt außerordentliche Chancen für eine Win-Win-Situation zwischen der Europäischen Union und China. “

Unter anderem soll sich die Londoner City künftig für Filialen chinesischer Geldhäuser öffnen (und zum größten Handelszentrum für Investments in der chinesischen Währung Yuan oder Renminbi werden, wünscht sich Finanzminister George Osborne.

Cameron ist in China mit mehr als 100 Wirtschaftsvertretern unterwegs. Jeglicher Unterstützung für Tibet schwur er ab. Nichts soll mehr an sein Treffen mit dem Dalai Lama im vergangenen Jahr erinnern, über das sich das politische China bis heute ärgert.

su mit dpa, Reuters