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China greift nach dem Mond

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China greift nach dem Mond

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China will als dritte Nation eine Mondlandung versuchen. Am Sonntagabend MEZ startete die Mondsonde Chang’E 3 (Mondfee 3) vom Weltraumfahrtbahnhof Xichang in der Provinz Sichuan. Mitte Dezember soll Chang’E 3 in der Bucht der Regenbogen (Sinus Iridum) landen. Von dort aus wird das Mondfahrzeug Yutu (Jadehase) die Oberfläche erkunden und Bodenproben analysieren.

Unterstützt wird die Mission von der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA): Sie verfolgt die Rakete und sendet ihr mittels eines Tracking-Sytems Steuerbefehle. China hat ein ehrgeiziges Raumfahrtprogramm: In der Planung befindet sich derzeit auch eine Raumstation und eine bemannte Mondlandung.

Chang’E 2 war im Oktober 2010 gestartet und hatte sechs Monate den Erdtrabanten umkreist und vermessen. Die erste chinesische Mondsonde Chang’E 1 erreichte im November 2007 eine Mondumlaufbahn und schlug im März 2009 gezielt auf dem Mond auf. Mit Chang’E 1 wurden Technologien für zukünftige Missionen getestet.

Die letzte weiche Landung einer Raumsonde auf dem Mond erfolgte 1976. Es war die sowjetische Sonde Luna 24.