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Contergan-Opfer erhalten Millionenentschädigung

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Contergan-Opfer erhalten Millionenentschädigung

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Nach jahrzehntelangem Kampf haben Contergan-Opfer in Australien und Neuseeland eine Millionenentschädigung erhalten. Das Oberste Gericht verurteilte den britischen Arzneimittelvertrieb Diageo dazu, den mehr als 100 Opfern, die mit Missbildungen zur Welt kamen, rund 60 Millionen Euro zu zahlen.

Peter Gordon, der Anwalt der Opfer, erklärte: “Die wahren Ausmaße des Contergan-Desasters wurden lange unterschätzt. Es sind vor allem viel mehr Menschen betroffen, als allgemein angenommen; nicht nur in Australien oder in Neuseeland, sondern in allen Ländern, in denen das Medikament auf dem Markt war.”

Für Monica McGhie, die ohne Arme und Beine geboren wurde, war das Leben bisher ein einziger Kampf. Jetzt ist sie ein wenig zuversichtlicher, da sie sich Pflege und Hilfe leisten kann. Zu dem Urteil sagte sie: “Ich habe fast geweint vor Freude.”

Das Schlaf- und Beruhigungsmittel Contergan wurde in den 1950er Jahren rezeptfrei verkauft auch an Schwangere als Medikament gegen Morgenübelkeit.