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Hotel- und Einkaufsviertel in Bangkok sind ruhig

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Hotel- und Einkaufsviertel in Bangkok sind ruhig

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Der Machtkampf in Thailand ist zu einer Straßenschlacht zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften
ausgeartet. Im Regierungsviertel flogen am Montag Steine und Brandsätze in Richtung Polizei, die Beamten setzten Tränengas und Wasserwerfer ein. Hotel- und Einkaufsviertel der 10-Millionen-Einwohner-Metropole waren nicht betroffen.

Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra bot ihren Gegnern erneut den Dialog zur Beendigung der Krise an. Sie versicherte, das Militär verhalte sich neutral. Den Streitkräften liege an einer friedlichen Lösung. Die Regierungschefin sagte: “Wir wollen keine Gewalt. Wir wenden keine Gewalt an. Wir wollen nicht, dass es wieder zu Gewalt kommt. Deshalb bieten wir den Dialog an.”

Bei Protesten am Wochenende waren mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Auslöser der Unruhen war ein Amnestiegesetz, das dem 2006 vom Militär gestürzten Bruder der Regierungschefin, Thaksin Shinawatra, die Rückkehr nach Thailand als unbescholtener Bürger ermöglicht hätte. Er war wegen Amtsmissbrauchs zu zwei Jahren Haft verurteilt worden, flüchtete aber ins Exil.