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Proteste dauern an: Kraftprobe in Kiew

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Proteste dauern an: Kraftprobe in Kiew

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Die Regierungsgegner in der Ukraine wollen den Druck auf Präsident Wiktor Janukowitsch weiter erhöhen. Tausende proeuropäische Demonstranten harren seit dem Wochenende auf dem Unabhängigkeitsplatz in der Hauptstadt aus. Sie errichteten zum Teil Barrikaden und Zelte.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel warnte die Führung in Kiew vor Gewalt gegen friedliche Demonstranten. Der ukrainische Regierungschef Nikolai Asarow wiederum forderte die EU und die USA auf, die Stimmung im Land nicht weiter anzuheizen.

Hunderte Oppositionsanhänger halten weiter die Gewerkschaftszentrale und das Rathaus besetzt: “Wir wollen den Beamten zeigen, dass wir mit ihrer Arbeit nicht zufrieden sind. Es ist an der Zeit für einen Regierungswechsel, das ist unsere Botschaft.”

Janukowitsch erklärte unterdessen in einem Interview, dass er wie geplant am Dienstag nach China reisen werde. Zur Lage in der ukrainische Hauptstadt sagte unsere Korrespondentin Maria Korenyuk: “Fast alle Straßen, die zu Verwaltungsgebäuden führen, werden mit Menschenketten blockiert. Zudem ist der Verkehr auf mehreren Hauptachsen im Zentrum zum Erliegen gekommen. Die Proteste heute verlaufen friedlich. Organisatoren rufen die Demonstranten dazu auf, nicht auf Provokationen zu reagieren und keine gewaltsamen Zusammenstöße herbeizuführen.”

Halten Sie sich gerade in der Ukraine auf? Senden Sie uns Ihre Eindrücke, Fotos oder Videos: witness[at]euronews.com