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Christen fliehen aus Maalula

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Christen fliehen aus Maalula

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Die syrischen Rebellen haben zum zweiten Mal binnen weniger Wochen die historisch bedeutende christliche Kleinstadt Maalula eingenommen. Gotteshäuser wurden durch die Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen beschädigt worden. Zahlreiche Häuser brannten ab. Viele Einwohner flohen nach Damaskus oder in umliegende Dörfer.
Maalula liegt etwa 60 Kilometer nördlich von Damaskus.

Zu den Regierungsgegnern, die Maalula jetzt kontrollieren, gehörten auch Kämpfer der islamistischen Al-Nusra-Front, berichtete die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter.

Die Bewohner von Maalula sind größtenteils Christen. Sie sprechen zum Teil noch aramäisch, eine alte semitische Sprache. Im vergangenen September war der Ort bereits einmal von Rebellen eingenommen worden. Sie wurden jedoch später von den Truppen von Präsident Baschar
al-Assad wieder vertrieben. Die meisten Christen haben sich weder den Rebellen noch den Regierungstruppen angeschlossen.

Unterdessen hat sich ein Selbstmordattentäter in der syrischen Hauptstadt Damaskus in die Luft gesprengt. Das meldete das staatliche Fernsehen. Krankenhausärzte in dem Viertel Al-Dschisr Al-Abjad berichteten, bei dem Anschlag seien sechs Menschen getötet worden. 15 Menschen hätten Verletzungen erlitten.