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Drohne und Volocopter - Fluggeräte im Dienst der Menschheit

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Drohne und Volocopter - Fluggeräte im Dienst der Menschheit

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Bei den Bergungsarbeiten in der vom Taifun “Haiyan” verwüsteten philippinischen Stadt Tacloban, hat sich Drohnentechnologie als eine wertvolle Stütze erwiesen. Das Unternehmen Danoffice IT stellte die speziell für den Aufklärungseinsatz in Katastrophengebieten konzipierten Drohnen zu Verfügung gestellt. Die beiden Modelle helfen dabei, Versorgungswege ausfindig zu machen und Leichen zu bergen, erklärt Drohnenexperte Liam Dawson.
“Leichen zu bergen ist keine einfache Sache, vor allem wenn Spürhunde die Körper in schwer zugänglichem Gebiet ausmachen. Drohnen helfen uns dabei, den besten Weg für die Evakuierung der Leichen zu bestimmen.”

Die Mini-Drohne hat eine Autonomie von etwa 25 Minuten und kann sich bis zu zwei Kilometer von der Basis entfernen. Die minimale Flughöhe beträgt 40 Zentimeter, die maximale 150 Meter.
Liam Dawson reiste mit den Fluggeräten auf die Philippinen, um Hilfsorganisationen vor Ort zu unterstützen.
“Sie waren anfangs verblüfft und hielten die Drohnen für Spielzeug. Aber dann sahen sie, wie vielseitig, man sie einsetzen kann, bei der Bergung von Leichen oder der Erschließung von Transportwegen. Es ist die Technologie der Zukunft im Katastrophenfall.”

Vielseitige Drohnen dieser Art haben allerdings einen stolzen Preis, gut 40 Tausend Euro kostet das vielseitige Fluggerät.
Bei dem Taifun am 8. November wurden große Teile der mittleren Philippinen zerstört, über 5600 Menschen starben, Zehntausende wurden verletzt.

Volocopter hebt ab

Weiter geht es mit einem anderen Senkrechtstarter, seinen Herstellern zufolge der erste “grüne” Hubschrauber der Welt, weil emissionsfrei und umweltfreundlich. Volocopter heißt der Zweisitzer. Er wird nicht mit einer kerosingetriebenen Turbine in der Luft gehalten, sondern von elektrischen Motoren, die jeweils einen von 18 Rotoren antreiben. Der erste öffentliche Jungfernflug in einer 22 Meter hohen Halle in Karlsruhe verlief reibungslos, bestätigt Alexander Zosel von der Firma e-volo.

“Also wir sind total happy. Wir haben natürlich mit vielen technischen Problemen gerechnet, weil wir natürlich in einem ganz frühen Stadium sind der Entwicklung. Aber wir haben es geschafft, schon nach anderthalb Jahren die Struktur fertig zu bauen. Aber wir haben so viele positive Ergebnisse, mit denen wir gar nicht gerechnet haben.”

Mit seinen 18 Elektromotoren kann das Fluggefährt eine Geschwindigkeit von bis zu 100 Stundenkilometern und eine Flughöhe von bis zu zwei Kilometern erreichen. Für die nötige Energie sorgen Batterien. Mit einem Gewicht von gerade einmal 450 Kilogramm ist der Volocopter zudem sehr leicht manövrierbar.

Er könnte im Luftsportbereich zum Einsatz kommen, später als Flugtaxi der Zukunft. Projekte gibt es einige.

Alexander Zosel: “Wir wollen in drei Jahren eine Serie bauen eine kleine, und in fünf, sechs Jahren schon eine größere Serie. Das wäre aber nur Luftsport, reiner Hubschrauber-Luftsport. Aber die große Vision ist natürlich ein Fortbewegungsmittel für Jedermann. Und daran glauben wir, dass es in 30, 40, 50 Jahren irgendwann so weit ist, dass fast jeder mit so einem Gerät herumfliegen kann.”

Der Volocopter ist kein Hubschrauber, auch wenn er ihm ähnlich sieht, eine Luftfahrtklasse für den Senkrechtstarter mus erst noch geschaffen werden. Das soll bis 2015 geschehen. Dann könnte der Volocopter auch in Deutschland von Privatpersonen geflogen werden. Angestrebter Verkaufspreis: rund 250.000 Euro.