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Athen bereitet EU-Ratspräsidentschaft vor

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Athen bereitet EU-Ratspräsidentschaft vor

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Weil Griechenland turnusmäßig Anfang 2014 für ein halbes Jahr die EU-Ratspräsidentschaft übernimmt, besuchen Vertreter der Athener Regierung Brüssel. Der Besuch ist schwierig, denn die Kontrollen der internationalen Geldgeber in Athen stocken. Fast drei Monate dauerten die Verhandlungen mit der griechischen Regierung, sagt unsere Korrespondentin Efi Koutsokosta, doch eine Vereinbarung über die Zahlung der nächsten Hilfstranche in Höhe von einer Milliarde Euro sowie über weitere 4,9 Milliarden gibt es nicht. Der Athener Regierungschef Antonis Samaras zeigte sich in Brüssel dennoch optimistisch: Ein Jahr früher als geplant gebe es einen Primärüberschuss, sagte er, und die Verhandlungen mit den Geldgebern würden fortgesetzt, von einer Sackgasse könne nicht die Rede sein. Er sei sich dessen sicher, dass die Gespräche noch in diesem Jahr erfolgreich abgeschlossen werden könnten. Auch der Präsident der EU-Kommission, Jose Manuel Barroso, verbreitete Zuversicht: “Wir befinden uns auf den letzten Meilen des Marathonlaufs. Die Läufer müssen sich weiter anstrengen, die Zuschauer aber müssen die Teilnehmer unterstützen.” Im Haushalt des Krisenlandes fehlen nach Auskunft des Athener Finanzministeriums im kommenden Jahr erneut Milliarden.