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Gemeinsamer Spaziergang: Westerwelle und die Klitschko-Brüder in Kiew

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Gemeinsamer Spaziergang: Westerwelle und die Klitschko-Brüder in Kiew

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Auch einen Tag nach dem gescheiterten Misstrauensvotum gegen die ukrainische Regierung beharrt die prowestliche Opposition auf einem Machtwechsel. 15.000 Menschen demonstrierten erneut vor dem Amtssitz von Ministerpräsident Nikolai Asarow für dessen Rücktritt. Im Parlament besetzten Abgeordnete der Opposition das Rednerpult und erzwangen einen Abbruch der Sitzung. Sie wollen das Parlament bis zu einem Rücktritt der Regierung blockieren.

Asarow warf der Opposition Gewaltbereitschaft vor: “In Kiew sind ungefähr 2500 Demonstranten, die nichts anderes im Sinn haben als die Staatsmacht zu provozieren und sich ihr mit Gewalt zu widersetzen.”

Der amtierende deutsche Außenminister Guido Westerwelle traf bei seinem Besuch in der Ukraine auch Mitglieder der Protestbewegung, wie Boxweltmeister Vitali Klitschko. Auch Oppositionspolitiker Arseni Jazenjuk war dabei. Er sagte: “Die Protestbewegung wird immer größer. Nicht nur in Kiew, im ganzen Land. Uns unterstützen immer mehr Menschen. Präsident Viktor Janukowitsch muss einsehen, dass dies ein Protest des ukrainischen Volkes gegen die Regierung ist.”

Mit beiden Klitschko-Brüdern Vitali und Wladimir zeigte sich Westerwelle dann auf dem zentralen Maidan-Platz Kiew. Wladimir Klitschko war nach Kiew gekommen, um seinen Bruder zu unterstützen. Die Klitschko-Brüder und Westerwelle wurden bei ihrem Besuch auf dem Platz der Unabhängigkeit immer wieder beklatscht. Vitali Klitschko sagte, die Opposition wolle die “europäischen Werte in der Ukraine verankern”. “Das ist unser Schicksal”, betonte der Chef
der Partei Udar (Schlag).

Die Ukraine hatte das Assoziierungsabkommen mit der EU überraschend nicht unterschrieben. Seit fast zwei Wochen demonstriert die Opposition nun deshalb. Sie wünscht sich eine Abkehr von der pro-russischen Politik der Regierung.