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Hoffnung für bankrottes Detroit

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Hoffnung für bankrottes Detroit

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Die bankrotte Autostadt Detroit darf ihre rund 13 Milliarden Euro Schulden in einer geregelten Insolvenz abbauen. Das entschied ein US-Bundesgericht am Dienstag. Die Stadt kann jetzt unter anderem Kredite abschreiben, Eigentum verkaufen oder bei Infrastruktur und Pensionen kürzen.

“Ich habe immer schon befürchtet, dass dieser Schritt aufgrund der Krise nicht zu vermeiden ist”, sagte Bürgermeister Dave Bing.
“Niemand wollte wirklich diese Richtung einschlagen, aber jetzt stehen wir an dem Punkt, deshalb ist es wichtiger denn je, dass wir zusammenarbeiten.”

“Einerseits sind wir sehr erfreut, andererseits bleibt auch eine gewisse Sorge über die Schuldenregulierung”, sagte Insolvenzverwalter Kevyn Orr. “Die Leistungen für die Bürger sollten verbessert werden. Der Ausstieg aus der Konkursverwaltung muss vorbereitet werden, um die Demokratie wiederzubeleben.”

Einst kam die Hälfte aller Autos aus der “Motor City”, jetzt verbergen sich hinter vielen Fassaden verlassene Büros und Wohnungen. Auch Missmanagement und Korruption sind Gründe für den Bankrott. Ruinen, Kriminalität und Armut haben inzwischen viele Menschen aus der Stadt vertrieben: Die Einwohnerzahl ist von zwei Millionen auf 700.000 geschrumpft. Durch die Insolvenz kann in Detroit jetzt die Sanierung beginnen.