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Iran hält bei der OPEC den Fuß in der Tür

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Iran hält bei der OPEC den Fuß in der Tür

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Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) lässt ihre Förderquoten wie sie sind. Das haben die Ölminister der zwölf Opec-Staaten in Wien beschlossen. Das Kartell liefert weiter etwa 30 Millionen Barrel Rohöl pro Tag, ein Drittel des Weltbedarfs.

Konflikte kündigen sich an, denn der bisher durch Sanktionen gebremste Iran will im nächsten Jahr seine Produktion um die Hälfte (von 2,7 Millionen Barrel auf 4 Millionen Barrel täglich) hochfahren.

Bijan Namdar Zangeneh, iranische Ölminister:

“Ich gehe davon aus, dass sich alle OPEC-Mitglieder klug verhalten. Wenn Mitgliedsländer nach Restriktionen auf den Markt zurückkehren, dann sollten sie ihnen die Türen öffnen und sie nicht bekämpfen.”

Die Internationale Energieagentur prognostiziert ein Wachstum des weltweiten Ölangebots, hauptsächlich aus Förderstätten in Nordamerika und durch das ökologisch umstrittene “Fracking”. Die USA dürften bis 2020 das OPEC-Mitglied Saudi-Arabien als größter Förderer ablösen.

Die OPEC andererseits hofft darauf, dass die Weltkonjunktur 2014 anzieht und
eine Million Barrel Öl täglich mehr gefragt sind.

Das Opec-Kartell gibt es seit 1960. Dazu gehören Algerien, Angola, Ecuador, der Iran, der Irak, Kuwait, Libyen, Nigeria, Katar, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Venezuela.

su mit dpa