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Nach Kleinstadt-Eroberung durch Islamisten: Wo sind Maalulas Nonnen?

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Nach Kleinstadt-Eroberung durch Islamisten: Wo sind Maalulas Nonnen?

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Maalula in Syrien. Die überwiegend von Christen bewohnte, historisch bedeutsame Kleinstadt wurde am Montag von Rebellen erobert. Seither sind nicht nur die meisten Bewohner fort, sondern auch die Nonnen aus dem Kloster Sankt Thekla sind verschwunden. Bis zu 12 Ordensfrauen könnten es sein, offenbar wurden sie von Kämpfern aus der Stadt gebracht. Wo sie nun sind und wie es ihnen geht, weiß niemand.

Verschiedene Quellen der Opposition meldeten, die Frauen seien in Sicherheit. Einmal war von einem Ort bei Damaskus die Rede, ein anderes Mal vom Haus einer christlichen Familie. Auch in der Ortschaft Jabrud werden sie vermutet, so der syrisch-orthodoxe Erzbischof Timotheos Matta al-Churi.

Die Generalaudienz des Papstes an diesem Mittwoch war geprägt von der Sorge um die verschleppten Nonnen. “Lasst uns gemeinsam für unsere Schwestern aus dem griechisch-orthodoxen St. Thekla-Kloster in Maalula beten, und auch für alle anderen, die in diesem anhaltenden Konflikt verschleppt wurden.”

Maalula war im September schon einmal von Rebellen erobert worden, die Regierungstruppen konnten sie damals aber vertreiben. Unter den Kämpfern, die die alte Christenstadt jetzt eroberten, sollen auch Mitglieder der radikal-islamistischen Al-Nusra-Front sein.