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Ukraine: „600 Millionen Euro aus Brüssel sind nicht genug“

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Ukraine: „600 Millionen Euro aus Brüssel sind nicht genug“

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Nach den schweren Straßenschlachten und Übergriffen der Polizei auf Demonstranten in Kiew, haben Demonstranten versucht, die Lage zu entspannen, und ihre Friedfertigkeit zu demonstrieren.

“Wir wollen, dass ihr von der Miliz versteht, dass die Menschen auf dem Maidan gewaltfreien Widerstand leisten. Bitte nehmt den Tee und die Plätzchen und Sandwichs, die wir euch anbieten. Das ist alles, was wir machen können, damit ihr Euch besser fühlt”, sagte eine Demonstrantin, als eine Abordnung den Sicherheitskräften heißen Tee, Brot und Kuchen überreichte.

Schließlich wurden die Kamerateams gebeten, sich zurückzuziehen, weil die Miliz vor laufenden Kameras, die Gaben nicht annehmen wollte oder konnte.

Euronews-Kiew-Korrespondent Sergio Cantone bat den Ersten Stellvertretenden Ministerpräsidenten Serhij Arbusow um eine Erklärung für den Übergriff auf den euronews-Kameramann, der am Sonntag von der Miliz niedergeprügelt und erheblich verletzt wurde.

euronews: “Wir wüssten gern, wer den Befehl dazu gegeben hat”

Arbusow: “Ich bezweifle, dass es einen konkreten Befehl gegeben hat. Die Lage hat sich ständig geändert und daher auch die Entscheidung, wie auf dem Platz vorgegangen wurde. Es ist unwahrscheinlich, dass zu diesem Zeitpunkt, angesichts der Masse der Demonstranten, jemand in einer Art und Weise handeln wollte, die zu derartigen Problemen geführt hat. Natürlich billigen wir dieses Vorgehen nicht und jetzt wird die Angelegenheit untersucht. Ich habe wiederholt erklärt, dass wir den Vorfall verurteilen.“

euronews: “Können Sie uns sagen, wieviel Geld sie von Brüssel erwarten?”

Arbusow: “Bislang ist es schwer einen Betrag zu nennen. Aber es sind sicherlich nicht jene 600 Millionen, von denen wir bislang sprachen. Die Lage hat sich verschlechtert. Die Märkte für unsere traditionellen Waren sind weggebrochen. Unser Handel mit Russland ist um 25 % gefallen“