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Die Tür nach Europa steht weiter offen

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Die Tür nach Europa steht weiter offen

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Kiews Abkehr vom Assoziierungsabkommen hat Europa überrascht. EU-Politiker betonten: trotz Janukowitschs Russlandkurs sei der Weg nach Europa für die Ukraine weiterhin offen.

“Wir haben zwei Gesprächspartner”, sagt EU-Parlamentspräsident Martin Schulz. “Die Regierung, die das Land repräsentiert, und die Opposition, die auch Teil der Nation ist. Wenn man die Türe offen lässt, dann zählt das nicht nur für einen, sondern für beide.”

Bei der Orangen Revolution vor neun Jahren gingen die Ukrainer bereits wegen Janukowitsch auf den Maidan, vergleichen kann man die Proteste aber nicht.

“Heute haben wir einen demokratisch gewählten Präsidenten, seine Amtszeit läuft im März 2015 aus”, sagte der ehemalige polnische Staatschef Alexander Kwasniewski. “Als ernsthafte Politiker und Partner der Europäischen Union können wir nicht sagen, dass wir ein solches Mandat nicht akzeptieren.”

Unterdessen solidarisierten sich auch ukrainische Ex-Präsidenten mit den Demonstranten. Leonid Kutschma, Viktor Juschtschenko und Leonid Krawtschuk forderten die Rückkehr zu einem pro-europäischen Kurs und warnten vor einer tiefen politischen Krise.