Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Mandela: "Macht die Welt zu einem besseren Ort"


Südafrika

Mandela: "Macht die Welt zu einem besseren Ort"

“Die Welt ist voll menschlichen Leids, voll Armut und Entbehrungen. Es liegt ih eurer Hand, aus dieser Welt eine bessere für uns alle zu machen.”

Rolihlahla Mandela wird 1918 als Sohn eines südafrikanischenStammesfürsten geboren.

Den Namen Nelson geben ihm die Lehrer an der Missionsschule.Erist das erste Familienmitglied, das eine Schule besuchte. Er nutzt diese Chance, verzichtet auf den Stammes-Thron und studiert Jura.

Als der junge Anwalt seine Arbeit aufnimmt, hatdie Aparteid in Südafrika ihn längst an die Seite des ANC geführt.

Der afrikanische Nationalkongress führt zu jener Zeitseinen Kampf für gleiche Bürgerrechte gewaltlos, mit einerStrategie des zivilen Ungehorsams.

Der jungen Anwalt verteidigt seine Gefährten, als ihnen wegen “Hochverrat” der Prozess gemacht wird.

DasMassaker von Sharpeville 1960 ändert alles. 69 schwarze Demonstranten werden erschossen. Mandela ruft zum Widerstand auf.
Sein Argument: es sei zwecklos, Friedensgespräche mit einer Regierung zu führen, die alseinzige Antwort nur Gewalt kenne.

Daraufhin wird derANC verboten, 1963 wird Mandelavor Gericht gestelltund zu lebenslanger Haft verurteilt. Er soll in den folgenden 27 Jahren der bekannteste Langzeit-Gefangene der Welt werden.

Im Februar 1990 öffnen sichfürMandelaauf Weisung des weißen Präsienten Frederik de Klerk die Gefängnistore. Die Apartheid hatihre Macht verloren.

De Klerk: “Die Regierung hat beschlossen, Nelson Mandela vorbehaltlos freizulassen.”

Glücklich mit seiner Frau Winni an seiner Seite – so schreitet er in die Freiheit. Er ist 72 Jahre alt. Folgen wird die schmerzliche Erkenntnis, dass in den langen Jahren ihre Liebe zerbrochen ist. Die Losung für Südafrika heisst jetzt: “Friedlicher Übergang”. Alle Welt bewunderte die menschliche Größe, die Mandela mit dem langjährigen Feind zusammen arbeiten lässt.

Der Lohn für beide: Friedensnobelpreis 1993. Im Jahr darauf gewinnt der ANC die ersten demokratischen Wahlen. Nobelpreisträger Nelson Mandela wird der erste schwarze Präsident Südafrikas. “Der Vater Afrikas” schafft es, sein Land friedlich in eine neue Epoche zu führen

1999,nach der nächsten Wahl, übergibt MandeladasPräsidentenamt an seinen VertrautenThabo Mbeki- 81 Jahre alt ist Mandela da.Kurz darauf erklärt er augenzwinkernd:

“Ich gehe jetzt in den Ruhestand vom Ruhestand. Wenn ich jemanden anrufen will, dann tue ich das, aber angerufen werden möchte ich nicht mehr.”

Aber einer wie Nelson Mandela verschwindet nicht einfach von der internationalen Bühne:
Sein neues Lebensziel wird der Kampf gegenAIDS. Er nutzt seine Popularität, um das Bewusstsein für die tödliche Krankheit zu wecken, der auch einer seiner Söhne zum Opfer gefallen ist.

Mit knapp 92 Jahrenereilt Mandela noch ein schwerer Schicksalsschlag – einen Tag bevor er zur feierlichen Eröffnung der Fußball-Weltmeisterschaft inJohannesburgreisen will, stirbt seine 13jährige Urenkelin bei einem Autounfall.

Im Jahr 2010 erklärte die UNO den 18. Juli zum Mandela-Tag. Er ist seither zu einem internationalen Tag für den Frieden geworden.

Mandelas Gesundheitszustand wurde allmählich schlechter, auch die Folgen seiner Haft machten sich körperlich immer deutlicherbemerkbar. Mehrmals muss Mandela ins Krankenhaus.

Das hindert ihn aber nicht daran, sich mit hochrangigen Persönlichkeiten zu treffen, etwa Michelle Obama. Auch Ex-US-Präsident Bill Clinton kam zu Besuch.

Im November 2012 gab die südafrikanische Zentralbank Geldscheine mit dem Portrait von Nelson Mandela heraus. Der Königssohn gehörte zu den höchstgeschätzten Persönlichkeiten weltweit.

“Madiba”, wie er in seinem Stamm hieß, hat viele Leben in einem gelebt. Aber in allen diente er einer Sache, die in seinem Namen auch weiter bestehen wird.

Mandela: “Ich bin sehr glücklich, bis jetzt gelebt zu haben und ich hoffe, viele Afrikaner und andere Menschen in der Welt werden so leben. Damit auch sie zu bewunderten Personen werden.”

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Automatische Übersetzung

Automatische Übersetzung

Nächster Artikel

welt

Ukraine: Neues Video dokumentiert Polizeibrutalität