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Frankreich will in Zentralafrika für Ruhe sorgen

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Frankreich will in Zentralafrika für Ruhe sorgen

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Elf Monate nach der Militäroffensive in Mali ist Paris einer anderen Ex-Kolonie zur Hilfe geeilt. Französische Truppen sollen die Gewalt in Zentralafrika beenden. Dort kämpfen muslimische und christliche Rebellen gegeneinander. Auch Kindersoldaten sind im Einsatz.

Die französischen Truppen sollen in dem bitterarmen Land die ethnischen Verfolgungen, Vergewaltigungen und Plünderungen unterbinden und die Versorgungsrouten sichern. Eine Frau in der Hauptstadt Bangui klagt: “Wir können nicht mehr in dieser Nachbarschaft bleiben. Die Seleka-Rebellen suchen nach uns. Sie töten Kinder, Frauen und Männer. Sie haben kein Mitleid. Wir hoffen, dass Frankreich uns beschützen wird.”

Nach Angaben des Roten Kreuzes sind in den vergangenen Tagen bei heftigen Gefechten in Bangui mehr als 280 Menschen getötet worden. Seit einem Putsch der Rebellen im März herrschen in Zentralafrika schlimme Zustände. Beobachter sprechen bereits von einem drohenden Völkermord. Verletzte Kämpfer lassen sich in den Krankenhäusern behandeln. Viele Zivilisten trauen sich nicht mehr in die Notfallaufnahmen, denn sie haben Angst vor den bewaffneten Männern.