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Gesundheit - auch eine Frage der Brieftasche


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Gesundheit - auch eine Frage der Brieftasche

In zwanzig Jahren zehn Millionen Tote weniger durch ansteckende Krankheiten oder Kindersterblichkeit – das ist machbar, so der Weltgesundheitsberichts 2035 von fünfundzwanzig Experten unter Leitung des den ehemaligen Chefökonomen der Weltbank, Larry Summers, koordiniert von der britischen Medizinzeitschrift “The Lancet“udn vorgestellt bei der Afrikanischen Entwicklungsbank in Tunis.

Was will der Bericht erreichen? Die internationale Gemeinschaft soll doppelt so viel in Forschung und Innovation stecken, 6 Milliarden Dollar pro Jahr. Agnes Soucat, Entwicklungs-Direktorin der Bank, spricht als Ärztin und Ökonomin:

“Bis 2035 ist es möglich, fast zehn Millionen Todesfälle zu vermeiden. Wie? Wir nennen das Konvergenz. Die ärmsten Länder und Bevölkerungsgruppen sollen das gleiche Gesundheitsniveau bekommen wie die Menschen in den reicheren Ländern.”

Zwei Drittel der Todesfälle im Kindesalter, durch AIDS oder Tuberkulose passieren in weniger reichen Ländern in Afrika, aber vor allem in China und Indien. Und in höher entwickelten Ländern wie Tunesien ist die Kluft zwischen städtischen und ländlichen Gebieten ist sehr breit. Der Staat Tunesien gibt zur Zeit 6 % des Bruttoinlandsprodukts für Gesundheit aus, 40 % der Kosten bleiben an den Patienten hängen – bei mäßiger Qualität.

Abdellatif Mekki – tunesischer Gesundheitsminister:

“Wir müssen Mechanismen entwickeln, die die Belastung der Haushalte reduzieren. Aus diesem Grund haben wir die aktuelle Regierung ernsthaft gebeten, das Budget des Gesundheitsministeriums zu verdoppeln, um die Ausgaben der privaten Haushalte schnell und effektiv zu lindern – sie übersteigen das tragbare Maß bei weitem.”

Vicenç Batalla – euronews:

“Die Afrikanische Entwicklungsbank hat an dem Bericht Global Health 2035 mitgeschrieben. Und fordert, wie andere Autoren, dass Staaten für die Gesundheit zehn oder zwanzig mal mehr ausgeben sollten. Das schaffe auch gesundes Wachstum. Eine Zahl, um Politiker zu überzeugen.”

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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