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Frankreich schickt mit UN-Mandat Truppen in die Zentralafrikanische Republik

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Frankreich schickt mit UN-Mandat Truppen in die Zentralafrikanische Republik

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In der Zentralafrikanischen Republik droht der nächste Bürgerkrieg in Afrika, wenn nicht gar ein Völkermord. Die Leichenhallen in der Hauptstadt Bangui reichen schon nicht mehr aus. Auch in den Krankenhäusern der Stadt suchen verzweifelte Frauen nach Angehörigen. Seit einem Staatsstreich im März, bei dem der gewählte Präsident Francois Bozizé gestürzt wurde, gehen ihm nahestehende christliche Milizen und die muslimischen Rebellen aufeinander los. Für Ordnung sorgen soll wie zuletzt in Mali wieder einmal die ehemalige Kolonialmacht Frankreich. Die hat dafür gestern auch ein Mandat des UN-Sicherheitsrates bekommen. Auf dieser Grundlage wird die deutsche Bundeswehr logistische Unterstützung leisten. Am Flughafen der Hauptstadt, wo seit Jahren rund 600 französische Soldaten zum Schutz der Lande lebenden Franzosen stationiert sind, erwarten verängstigte Einwohner die angekündigte militärische Verstärkunng. Die EU will 50 Millionen Euro beisteuern zu diesem Militäreinsatz unter der Führung der Afrikanischen Union. Und Frankreich versprach, künftig pro Jahr 20.000 Mann einer “Afrikanischen Eingreiftruppe” auszubilden.