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Deutscher Präsident boykottiert Winterspiele in Sotschi

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Deutscher Präsident boykottiert Winterspiele in Sotschi

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Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck wird nicht zu den Olympischen Winterspielen nach Sotschi reisen. Das hat das Bundespräsidialamt der russischen Regierung mitgeteilt. Das Fernbleiben Gaucks wurde als Kritik des deutschen Staatsoberhauptes am Vorgehen der Regierung Putin gegen Opposition und Menschenrechtsgruppen gewertet. Gauck hatte bereits mehrfach rechtsstaatliche Defizite in Russland und eine Behinderung kritischer Medien angeprangert. Eine Sprecherin des Präsidenten wollte allerdings nicht von einem Boykott sprechen.Es gebe keine feste Regel, dass Bundespräsidenten zu Winterspielen reisten. Auch Horst Köhler sei 2010 nicht zu den Winterspielen ins kanadische Vancouver gereist.

Vor allem Homosexuelle fordern wegen der restriktiven russischen Homosexuellengesetze einen Sotschi-Boykott. Gaucks Entscheidung wurde von der Grünen Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth begrüßt. Es sei ein ermutigendes Signal. Man dürfe einer Politik, die Homophobie zum Gesetz mache und die Opposition unterdrücke, nicht tatenlos zusehen. Politiker der CDU und der SPD kritisierten Gauck. Sein Schritte treffe auch die Menschen im Lande.