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Französische Soldaten in Zentralafrikanischer Republik bejubelt

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Französische Soldaten in Zentralafrikanischer Republik bejubelt

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Mit großer Freude sind französische Soldaten in der Zentralafrikanischen Republik empfangen worden. Sie sollen helfen, die Gewalt zwischen den christlichen Bürgermilizen “Anti-Balaka” und muslimischen Seleka-Kämpfern zu beenden, der in den vergangenen Tagen rund 400 Menschen zum Opfer gefallen sind. Insgesamt will Frankreichs Präsident François Hollande die Zahl der im Land stationierten französischen Soldaten auf 1600 erhöhen. Auch die Afrikanische Union kündigte an ihre Truppen aufzustocken. Auf dem Afrika-Gipfel in Paris sagte Hollande: “Es wird eine schnelle Operation. Sie wird effizient sein und mit den Afrikanern gemeinsam stattfinden. Wir müssen die bewaffneten Gruppen entwaffnen und die Stabilität wiederherstellen. Und das Land, wenn die Zeit reif ist, fit machen für freie, pluralistische Wahlen.”
Seit dem Staatsstreich im März sind mindestens zehn Prozent der Bevölkerung auf der Flucht und suchen teilweise Schutz in Kirchen. Pater Evitas von der Katholischen Mission Don Bosco in Bangui beschrieb die Lage in seiner Mission: “Das humanitäre Problem führt zu einem sanitären Problem. Uns fehlt die Infrastruktur. Wir haben keine Toiletten. Wir haben gesundheitliche Probleme, aber keine Medikamente.” Laut dem UNHCR ist die Hälfte der Bevölkerung auf humanitäre Hilfe angewiesen. Hunderttausende Menschen wurden vertrieben.