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Marrakesch lässt Filmsterne glänzen


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Marrakesch lässt Filmsterne glänzen

Sterne gab es in Marrakesch am Himmel und auf dem roten Teppich. Jury-Präsident Martin Scorsese gab den Gewinner der diesjährigen 13. Ausgabe des Internationalen Filmfestivals bekannt. Der Südkoreaner Lee Su-Jin erhielt den Hauptpreis des Festivals, den Goldenen Stern, für seinen Film “Han Gong-Ju”.

Lee Su-Jin: “Ich bin sehr glücklich, diesen Preis hier in Marrakesch von dieser Jury zu erhalten. Und ich bin froh, dass ich am Filmfestival in Marrakesch teilnehmen durfte.”

Der Film handelt von einem jungen Mädchen, das von seinen Eltern vernachlässigt wird und nach einem Schulwechsel auf die schiefe Bahn gerät.

Zwei Beiträge wurden mit dem Preis der Jury geehrt: “Blue Ruin” von US-Regisseur Jeremy Saulnier und “The Swimming Pool” (“La Piscina” ) vom Kubaner Carlos Machado Quintela.

Carlos Machado Quintela: “Es ist ganz unglaublich, diesen Preis zu bekommen. Die Bedeutung wird mir wahrscheinlich erst später klar, wenn ich nach 17 Stunden Flug und dreimal umsteigen wieder zu Hause bin. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das überhaupt verdient habe.”

Der Film, der auf der jüngsten Berlinale im Panorama lief, handelt von einem jungen Schwimmlehrer und seinen Schülern. Vier Teenager, die aufgrund ihrer Behinderungen gesellschaftliche Außenseiter sind.

Der Italiener Andrea Pallaoro wurde mit dem Regiepreis für seinen Film “Medeas” ausgezeichnet.

Andrea Pallaoro: “Ich bin sehr froh, dieser Preis ist sehr wichtig für mich. Denn es war ein unglaublicher Wettbewerb mit einer tollen Jury, mit Filmemachern, die mich seit meiner Jugend faszinieren. Von ihnen geehrt zu werden ist ein wie ein Traum, der in Erfüllung geht.”

Der viel beachtete Debütfilm des Regisseurs zeigt den psychischen und moralischen Zerfall einer Familie, die auf dem Land lebt im Südwesten der USA.

Als beste Schauspieler wurden Didier Michon und Slimane Dazi geehrt, die Hauptdarsteller des Films “Fièvres” vom Marokkaner Hicham Ayouch.

Slimane Dazi: “Der Preis ist sehr schön, wir hatten eine tolle Zeit in Marrakesch. Ich bin gerührt und fühle mich sehr geehrt, diesen Preis mit meinem jungen Kollegen Didier zu teilen.”

Didier Michon spielt einen rebellierenden Teenager, der sich gegen sein Leben und die Erwachsenenwelt auflehnt. Als seine Mutter ins Gefängnis muss, erfährt er von der Existenz seines Vaters.

Den Preis für die beste Schauspielerin erhielt die Schwedin Alicia Vikander für ihre Darstellung in “Hotell” von Lisa Langseth.

Alicia Vikander: “Ich bin sehr glücklich über diese Ehre. Nicht nur für mich persönlich, sondern auch insgesamt für den skandinavischen Film. Es waren viele herausragende Regisseure im Rennen. Den Preis von dieser Jury überreicht zu bekommen ist enorm.”

Alicia Vikander spielt eine junge Frau, deren scheinbar perfektes Leben zusammenbricht und die in einer etwas speziellen Therapiegruppe landet, die Aufenthalte in anonymen Hotelzimmern organisiert.

Auch der Filmnachwuchs wurde in Marrakesch geehrt mit dem Prix Cinécoles für den besten Kurzfilm “Bad” von Ayoub Lahnoud und Alaa Akaaboune.

Alaa Akaaboune: “Wir sind sehr glücklich, denn wir haben viel Arbeit in diesen Film gesteckt. Dafür gibt es nun die Auszeichnung. Wir würden gern weiter in diese Richtung arbeiten und immer zusammen Filme drehen.”

Das junge Regie-Duo kommt von der marokkanischen Filmhoschule Filmhochschule Supérieure des Arts Visuels in Marrakesch.

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