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Ukraine: Demonstranten errichten neue Barrikaden

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Ukraine: Demonstranten errichten neue Barrikaden

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In der ukrainischen Hauptstadt Kiew hat eine Gruppe von Demonstranten in der Nähe der Regierungszentrale Zelte und Barrikaden errichtet. Die Regierung soll so an der Arbeit gehindert werden. Zuvor hatten bei einem der größten Massenproteste seit Jahren am Sonntag mehrere Hunderttausende Menschen Neuwahlen in der Ukraine gefordert. Dabei wurde auch eine Granitstatue des sowjetischen Revolutionsführers Lenin gestürzt.

“Wir hätten das auch auf zivilisierte Art und Weise tun und das Denkmal schön in ein Museum stellen können”, so ein Demonstrant. “Was nun geschehen ist, daran sind die Kommunisten schuld. Sie haben uns nicht die Möglichkeit gegeben, das zivilisiert zu machen, weil sie sich an ihre Vergangenheit klammern. Sie waren dagegen und so konnten wir es nur so machen.”

Die Oppositionsführer distanzierten sich von der Aktion. Sie befürchten der Sturz des Denkmals könnte die Massenproteste gefährden. Demonstranten hatten am Sockel der Statue zudem ein Plakat angebracht auf dem stand: Präsident Janukowitsch sei der Nächste.

Der Euronews-Reporter meint: Der Sturz der Leninstatue sei bei den Ukrainern umstritten. Aber die Aktion sei hoch symbolisch. Geschichte sei geschrieben worden, denn für viele Ukrainer sei dieses Denkmal im Zentrum von Kiew das Symbol einer Macht, die nicht zurückkehren soll. Das Symbol der alten Sowjetunion, die für viele Ukrainer längst Geschichte ist.