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Zentralafrikanische Republik: Rebellen widersetzen sich Entwaffnung

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Zentralafrikanische Republik: Rebellen widersetzen sich Entwaffnung

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In der Zentralafrikanischen Republik haben sich Rebellengruppen ihrer Entwaffnung widersetzt und Feuergefechte mit französischen Truppen geliefert.

In der von Staatskrisen geschüttelten ehemaligen französischen Kolonie sind nach Einschätzung des Roten Kreuzes rund 400.000 Menschen auf der Flucht. Französische Soldaten patroullieren in der Hauptstadt Bangui neben einer multinationalen Truppe der Anrainerstaaten.

Die Rebellen zu entwaffnen sei keine einfache Aufgabe, so der französische Außenminister Laurent Fabius: “Das Schwierige an der Sache ist, dass viele der ehemaligen Seleka-Kämpfer ihre Uniformen abgelegt haben, wie wir hören. Das macht es schwierig, sie zu erkennen und die Herausgabe der Waffen zu verlangen.”

Immer wieder müssen die bald 1600 französischen Soldaten jetzt auch mutmaßliche ehemalige Seleka-Rebellen vor Vergeltungsaktionen der christlichen Bevölkerungteile schützen.

Die Seleka-Rebellen, unter ihnen viele Muslime aus den Nachbarländern Tschad und Sudan, hatten im März Teile der Zentralafrikanischen Republik unter ihre Kontrolle gebracht. Ihnen werden vielfach Vergewaltigungen, Massaker und Plünderungen vorgeworfen.

Bei Auseinandersetzungen zwischen Christen und Muslimen kamen seit vergangenem Donnerstag allein in der Hauptstadt Bangui rund 400 Menschen ums Leben.