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Friedensnobelpreis an Chemiewaffen-Inspektoren überreicht

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Friedensnobelpreis an Chemiewaffen-Inspektoren überreicht

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Schon seit fast zwei Monaten steht die Gewinnerin fest, nun hat das Nobelkomitee den Friedensnobelpreis auch offiziell überreicht.

Stellvertretend für die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) nahm Generaldirektor Ahmet Üzümcü den Preis im norwegischen Oslo entgegen.

Die Organisation wurde 1997 zur Umsetzung der Chemiewaffenkonvention gegründet und spielt nun bei der Vernichtung der syrischen Chemiewaffenbestände eine zentrale Rolle.

Es sei eine sehr komplizierte Arbeit, so Üzümcü vor der Verleihung: “Unserere Mitarbeiter müssen sich immer sehr vorsichtig bewegen, denn das Umfeld ist gefährlich. Bis jetzt konnten wir alle Aufgaben sicher erledigen. Wir hoffen, dass auch der Transport ohne Zwischenfälle vonstatten gehen wird.”

Auch das norwegische Königspaar Harald und Sonja hörten die Verleihungsrede des Nobelkomitee-Vorsitzenden Thorbjorn Jagland, in der ein Verweis auf den gerade verstorbenen Nelson Mandela nicht fehlte: “Vor 20 Jahren stand Nelson Mandela auf diesem Podium und nahm zusammen mit Frederik de Klerk den Friedensnobelpreis entgegen. Sein Sieg über die Apartheid und seine Weigerung, sich der Verbitterung und Rachewünschen hinzugeben, gehören zu den ganz grossen Menschheitsleistungen.”

Die Bestände des syrischen Giftgasarsenals sollen auf einem Spezialschiff der USA im Mittelmeer vernichtet werden. Die OPCW hofft, damit noch im Januar beginnen zu können.