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Gewalt in Stadien: Sicherheits-Sorgen vor WM 2014 in Brasilien

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Gewalt in Stadien: Sicherheits-Sorgen vor WM 2014 in Brasilien

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Jagdszenen im Fußball-Stadion wie am vergangenen Wochenende – ein Alptraum für die Organisatoren der Fußball-WM 2014 in Brasilien, aber auch für WM-Touristen.
Die Vorfälle am Rande des Erstlga-Spiels zwischen Atletico Paranaense und Vasco da Gama waren initiiert von organisierten Fan-Gruppen, stehen aber scheinbar stellvertretend für die brisante Sicherheitslage in vielen Teilen des Landes.
Ursächlich für die meisten Proteste ist der Kontrast zwischen immens hohen Investitionen für die WM und weitgehend vorherrschender Armut. Schadensbegrenzung steht im Vordergrund. Andrei Rodrigues, Sicherheitskoordinator für Großveranstaltungen in Brasilien:

“Ich bin empört. Diese Art von Gewaltausschreitungen ist nicht hinnehmbar. Aber Eines muss hier deutlich klargestellt werden:die Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaft können nicht mit diesen Vorfällen in Verbindung gebracht werden.
In dem Stadion waren private Sicherheitskräfte zuständig.
Die Spiele bei der Fußball-WM werden wir reibungslos ausrichten wie schon während des Confederations Cup.”

Die Spiele des Confederations Cup waren nicht von Ausschreitungen überschattet worden. Doch der aktuelle Gewaltausbrúch ist kein Einzelfall.
Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff erklärte, ein Land des Fußballs könne nicht mit der Gewalt in Stadien leben.

Auch das brasilianische Fußball-Idol Marta.sorgt sich um einen möglichen Imageschaden:

“Das waren sehr hässliche Szenen im Stadion. Aber wir sollten davon ausgehen, dass so etwas in Bezug auf die WM nicht wieder vorkommt. Das müssen die Organisatoren natürlich gewährleisten.”

Sowohl der Fußball-Weltverband FIFA als auch das brasilianische WM-Organisationskommitee spielen mögliche Sicherheitsrisiken regelmäßig herunter. Krawalle im direkten Umfeld von Weltmeisterschaftsstadien werden als sehr unwahrscheinlich ausgeschlossen.
Übrig bleibt im Moment eine Mischung aus Ungewissheit und Ratlosigkeit bei der Einschätzung der tatsächlichen Gefährdungslage in Brasilien.