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Islamisten entführen spanische Journalisten in Syrien

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Islamisten entführen spanische Journalisten in Syrien

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Zwei spanische Journalisten befinden sich in Syrien seit fast drei Monaten in der Gewalt einer islamistischen Terrorgruppe. Wie die Madrider Zeitung “El Mundo“erst jetzt berichtete, waren der Reporter Javier Espinosa und der Fotograf Ricardo García Vilanova am 16. September in der Provinz Al-Rakka entführt worden. Das Blatt hatte die Entführung nach eigenen Angaben bislang in der Hoffnung geheim gehalten, über Verbindungsmänner eine Freilassung zu erreichen.

Die Gattin einer der Geiseln wandte sich nun in einer Videobotschaft an die Entführer und bat: “Javier und Ricardo sind nicht eure Feinde. Ehrt die Revolution, die ihnen so viel bedeutet wie euch, indem ihr sie freilasst.”

Espinosa gilt als ein erfahrener Reporter aus Konfliktgebieten. Er war 1999 in Sierra Leone in Westafrika bereits von Rebellen als Geisel genommen worden. García Vilanova hatte für seine Fotoreportagen mehrere Auszeichnungen erhalten. In Syrien befinden sich insgesamt drei spanische Journalisten in der Gewalt islamistischer Gruppen. Anfang September war bereits der Reporter Marc Marginedas von der Zeitung “El Periódico” entführt worden.