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Ukraines Polizei räumt besetztes Regierungsviertel

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Ukraines Polizei räumt besetztes Regierungsviertel

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In der Ukraine spitzt sich die Lage dramatisch zu: Die Polizei hat den von Demonstranten blockierten Regierungssitz in Kiew freigeräumt. Sondereinsatzkräfte zwangen die pro-europäischen Oppositionellen zum Rückzug. Diese hatten das Regierungsviertel zu Dutzenden eine Woche lang besetzt. Es gab keine Verletzten.

“Wir sind hier, um für Ordnung zu sorgen. Das ist unser Job,” meint ein Mitglied des Sondereinsatzkommandos Berkut. “Alles ist friedlich, es gibt keine Provokationen.”

Gegen die ukrainischen Oppositionsführer laufen derzeit Ermittlungen. Der Vorwurf: versuchter Staatsstreich.

Am späten Nachmittag stürmten bewaffnete Vermummte den Parteisitz der inhaftierten Oppositionsführerin Julia Timoschenko. Sie beschlagnahmten Festplatten. Die Täter waren nach Angaben der Vaterlandspartei Sondereinsatzkräfte, was Polizei und Geheimdienst abstreiten. Die Partei Vitali Klitschkos räumte vorsorglich die eigene Parteizentrale.

Auf dem Unabhängigkeitsplatz stehen sich weiter Hunderte Polizisten und Demonstranten gegenüber – die Oppositionsführer riefen die Menschen auf, nicht zu weichen.